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Der Gardasee
Die große Wasserfläche ist, aus morphologischer Sicht, in zwei Teile gespalten: Die nördliche Seite ist eng und von überhängenden Bergketten, die ihr den Aspekt eines wilden Fjordes verleihen, umschlossen. Der Süden dagegen öffnet sich in ein breites Becken, welches viel seichter ist. Hier hebt sich die lange und schmale Halbinsel von Sirmione hervor.
 
Die Gardaseeinseln sind alle recht klein: 
- Die Insel Garda: gegenüber von San Felice 
- San Biagio: in der Gegend von Rocca di Manerba 
- Trimelone: in der Nähe von Cassone 
- die Inseln Sogno und Olivo: bei Malcesine 
- die Felsinseln Altare und Stella. 
Das östliche Ufer wird von der langen Bergkette des Monte Baldo überragt, dessen höchste Gipfel Altissimo (2078 m), Pozzette (2128 m), Valdritta (2218 m) und Telegrafo (2200 m) sind. Das Kalkgestein der Berge reicht bis an den See hinunter und bietet ein einzigartiges Aufeinanderfolgen von Weiden, Wäldern, Felsen, Tälern, Hügeln, Vorgebirge, Zypressen, Olivenhainen, Weinbergen und verstreuten Häusern und Dörfern. Westlich, zwischen Riva und Gargnano, präsentiert sich das Ufer mit steilen Felswänden. Seine Anhöhen verlaufen in ungeordneter Reihenfolge von den Gipfeln Parì (1991 m), Carone (1621 m), Denervo (1460 m), Castello bis zum Pizzocolo (1582 m). 
 
Zum See führen auch zahlreiche kleinere Täler:
- das Sìngol-Tal im Gebiet von Limone
- das Bondo-Tal im Gebiet von Tremosine
- das San Michele-Tal im Gebiet von Campione
- das Sur-Tal im Gebiet von Barbarano
 
Von größerer Bedeutung sind:
- das Ledro-Tal, das bis zum Ponale führt 
- das Toscolano-Tal, welches praktisch die Mündung des Valvestino-Tals ist
- das Sarca-Tal, welches sich am Nordende des Sees befindet und vom gleichnamigen Fluss, aus dessen Geröllablagerungen die Ebene von Arco, Riva und Torbole entstand, durchlaufen wird 
 
Nach der fjordartigen Bergenge im Norden verändert der See südlich von Gargnano seinen Charakter: Das Ufer verläuft gerade, wird flacher und wird lediglich durch die Burg von Manerba (218 m) unterbrochen. So fällt es immer weiter ab bis nach Desenzano und Peschiera, um dann wieder langsam bis Lazise und Bardolino anzusteigen. Der Bogen schließt sich nach Garda an der Bucht von San Vigilio. Außer dem Sarca, fließen dem See einige kleinere Flüsse zu. So sind es im Trentino die Nebenflüsse Varone, Albola und Ponale, im Westen der San-Giovanni-Bach (Limone), der Campione-Bach (San Michele) und der Brasa, der Toscolano-, der Bornico- und der Barbaranobach. Am östlichen Ufer fließt der Aril bei Cassone in den See. Von ihm sagt man, dass er der kürzeste Fluss der Welt ist (150 m). Den einzigen Abfluss bildet der Mincio, der bei Peschiera abfließt. 
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